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Foto: Peter H © Pixabay
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Beim Webtalk des Bad Krozinger FDP-Stadtverbandes sind sich Politiker und Experten in ihrem Unverständnis über die Corona-Maßnahmen weitgehend einig.

Im März sind Landtagswahlen. Doch das Leben, auch das politische, ist von der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Schlechte Karten für kleine Parteien, die gerade nicht an der Regierung beteiligt sind? Kommt drauf an, was man draus macht, denkt sich die FDP und macht im Umfeld ihres hiesigen Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann mit verschiedenen Aktivitäten auf sich aufmerksam. Zuletzt mit einem Webtalk zum Thema „Heilbäder und Tourismus im Lockdown“, den der Vorsitzende des Bad Krozinger Stadtverbands, Martin Cammerer, moderierte.

Die ansteckungsfreie Alternative zur klassischen Pressekonferenz bringt keine weltbewegenden neuen Erkenntnisse, fasst aber die aktuelle Position der Liberalen zu den Pandemie-Maßnahmen im Gespräch mit Experten zusammen.

Rolf Rubsamen, der Geschäftsführer der Bad Krozinger Kur und Bäder GmbH, berichtet der virtuellen, gut ein Dutzend Teilnehmer großen FDP-Runde, vom Unverständnis über die neue Schließungsverfügung. Angesichts der bestens funk-tionierenden Hygienekonzepte in der Vita Classica Therme und bei den örtlichen – auf die geöffnete Therme angewiesenen – Hotels habe man das sehr bedauert. Da man bei der Kur und Bäder GmbH aber in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet habe, geht Rubsamen davon aus, dass man finanziell mit einem blauen Auge da-vonkommt. Zumal im Februar vor dem Landgericht Freiburg die Klage gegen die Versicherung anstehe, die bislang aus der Betriebsschließungspolice nichts zahle. Rubsamen baut fest darauf, dass sein Betrieb am 1. Dezember wieder öffnen darf und hat für eine unmittelbare Wiederöff-nung alles in die Wege geleitet.


„Der Lockdown ist eine
Katastrophe für die Heilbäder”

Thomas Huber, Inhaber des Bad Kro-zinger Hotels Eden und im Kreisvorstand des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), ist weniger optimistisch. Gut 70 Prozent der Betriebe hätten ernsthafte Existenzängste, zumal selbst bei einer Öffnung ab 1. Dezember, keine Weihnachtsfeiern zu erwarten seien und die im Dreiländereck wichtigen Gäste aus Frankreich und der Schweiz auch weiterhin wegbleiben dürften. „Der Sommer hat doch gezeigt, dass es geht, da konnten viele bis zu 80 Prozent des normalen Umsatzes wieder erreichen”, so Huber. Der Bad Krozinger Hotelier sieht die dadurch erzeugten Hoffnungen auf das Weih-nachtsgeschäft schwinden, gesteht aber zu, dass die durch den Bund angekündigte Umsatzerstattung von 75 Prozent für den November eine gute Sache sei, die den Dehoga-Betrieben weiterhelfe.

„Es freut mich, dass hier nicht nur ge-jammert wird“, stellte Marcel Klinge fest, der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, „auch wenn ich den Lockdown der gesamten Gastro- und Tourismusbranche angesichts dessen, was in Hygienemaßnahmen investiert wurde, für fraglich halte”. Dem pflichtete sein Bundestagskollege Christoph Hoff-mann bei, der es durch Studien belegt sieht, dass die Gastronomie nicht ursächlich für die Verbreitung der Pandemie war, sondern eher private Feiern, die Stehplätze in Bussen und Bahnen oder auch religiöse Veranstaltungen.

Der Lockdown sei „eine Katastrophe für die kommunalen Heilbäder“, stellte Hoffmann als früherer Bürgermeister von Bad Bellingen fest. Hoffmann meinte, dass „wir es nicht durchhalten werden, alles mit Staatsgeld durchzufinanzieren” und plädierte für einfache, bundesweit eltende Regeln, die von jedermann verstanden werden: „Warum sagen wir nicht, dass grundsätzlich eine Maske zu ragen ist, sobald der Abstand von 1,50 Meter nicht einzuhalten ist, egal wo. Und wer sich nicht dran hält, muss zahlen.”
Der Landtagskandidat der FDP, Helge Kaltenbach aus Müllheim, meinte, dass es nötig sei, die Corona-App zu verbessern. Mit Hotelier Thomas Huber waren sich die liberalen Politiker der virtuellen Run-de einig, dass für das Hotel- und Gaststättengewerbe der derzeit abgesenkte Mehrwertsteuersatz auf jeden Fall dauerhaft beibehalten werden sollte.

Hans-Peter Müller
© Badische Zeitung


Lesen Sie bitte hier den Presseartikel FDP-Politiker diskutieren mit Vertretern der Tourismusbranche per Videokonferenz über Wege aus der Pandemie als Basis dieses Ergebisses:

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Mehrwertsteuer für Hotels und Gastronomie dauerhaft senken

 

 

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